Bodenbewegungen, verursacht durch geogene und anthropogene Ursachen, können Verkehrsinfrastrukturen beschädigen und im schlimmsten Fall Personen gefährden. Bereits kleine dieser Bodenbewegungen können den Verkehr erheblich behindern. Deren Monitoring im Verkehrssektor wird aktuell überwiegend über terrestrische Messtechniken für ausgewählte Bereiche durchgeführt und ist zeit- und kostenintensiv. Die Erdbeobachtung mittels satellitengestützter SAR-Interferometrie (InSAR) ermöglicht hingegen, Bodenbewegungen mit einer Genauigkeit von wenigen mm pro Jahr für ganze Nationen bzw. Kontinente zu detektieren. Möglich wurde dies durch das Copernicus Programm der und die Synthetic Aperture Radar (SAR) Satellitenmission Sentinel-1 der European Space Agency (ESA).

Dieses Vorhaben zielt drauf ab, einen InSAR-basierten Bodenbewegungsdienst für den gesamtdeutschen Verkehrssektor zu entwickeln und aufzubauen und so den Bedarf an Bodenbewegungsdaten im Verkehrssektor zu decken. Die Funktionalitäten des Dienstes sind in zwei Ebenen unterteilt:

  1. eine Basisfunktion, aufbauend auf den bestehenden Produkten des Bodenbewegungsdienstes Deutschland der BGR (BBD) mit für die Verkehrsinfrastruktur verbesserten Eigenschaften (z.B. Verfügbarkeit von Datenpunkte und Analysen von für den Verkehr relevanten Prozessen)
  2. Erweiterungsfunktionen, die mit speziellen Analyseschritten für die detaillierte und einzelfallbezogene Anwendung des Monitorings von Verkehrsinfrastruktur angepasst sind.